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Local SEO für Yoga- und Pilates-Studios: So finden Interessierte Ihr Studio

Für Inhaberinnen und Inhaber von Yoga- und Pilates-Studios, die neue Teilnehmende aus der Nachbarschaft gewinnen wollen. Sie erfahren, welche Suchen zu Ihrem Angebot passen, was im Google-Unternehmensprofil zählt und welche Abkürzungen Ihrem Studio schaden.

Aktualisiert
Lesezeit
8 Minuten
Redaktion
LocalDominate Redaktion, verantwortlich Markus Wimböck

Die kurze Antwort

Yoga- und Pilates-Studios werden lokal gefunden, wenn Google ihr Profil eindeutig einem Ort zuordnet und die Website Kursarten, Zeiten und Preise als Text beschreibt. Am meisten bewirken ein Profil mit passender Kategorie und korrekten Angaben, eine eigene Seite je Kursart und Bewertungen, die ohne Anreiz entstehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Google sortiert lokale Ergebnisse nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Ein besseres lokales Ranking lässt sich laut Google weder anfordern noch bezahlen.
  • Der Profilname bleibt der echte Studioname. Zusätze wie Kursarten, Stil oder Stadt sind laut Googles Richtlinien nicht erlaubt.
  • Jede Kursart, die Sie wirklich anbieten, verdient eine eigene Seite mit Kursplan, Preis und Ort als Text.
  • Bewertungen sammeln Sie offen und bei allen Teilnehmenden. Anreize, Auswahl nach Zufriedenheit und Vorgaben an Lehrkräfte sind verboten.
  • Messen Sie Aufrufe, Anrufe, Wegbeschreibungen und Anfragen. Eine Platzierung allein sagt wenig über neue Teilnehmende.

01

Welche Suchen zu Ihrem Studio passen

Interessierte suchen nach Stil, Ziel oder Nähe, zum Beispiel „Yoga Anfänger [Stadt]“ oder „Pilates Rücken in meiner Nähe“. Welche Begriffe bei Ihnen zählen, zeigen Ihre eigenen Daten, nicht Schätzungen.

Eine lokale Suche hat einen Ortsbezug. Er steht in der Anfrage, oder Google leitet ihn aus dem Standort des Suchenden ab. Bei Yoga und Pilates lassen sich drei Arten von Suchen unterscheiden: Stil oder Angebot wie Vinyasa, Hatha oder Pilates am Reformer, Ziel oder Zielgruppe wie Rücken, Schwangerschaft oder Einsteiger sowie Suchen nach Nähe oder Zeit wie „Yoga in meiner Nähe“ oder „Abendkurs“.

Welche Begriffe tatsächlich vorkommen, sehen Sie an drei Stellen: bei den Suchanfragen in den Leistungsdaten Ihres Profils, bei den Suchanfragen im Leistungsbericht der Search Console und bei den Vorschlägen, die Google beim Eintippen zeigt. Zahlen zum Suchvolumen nennen wir hier nicht, weil wir dafür keine belegte Quelle haben.

02

Eine Seite je Kursart, mit echtem Inhalt

Jede Kursart, die Sie regelmäßig anbieten, bekommt eine eigene Seite mit Ablauf, Niveau, Zeiten und Preis. Seiten für Kurse, die es nicht gibt, oder für Orte ohne Kursbetrieb helfen weder Ihnen noch Interessierten.

Eine Sammelseite mit dem Titel „Kurse“ beantwortet keine der Fragen, mit denen Interessierte suchen. Wer „Hatha Yoga für Einsteiger“ eingibt, will wissen, was in der ersten Stunde passiert, wie lange der Kurs dauert und was er kostet. Eine eigene Seite je Kursart beantwortet genau diese Fragen.

  • Kursplan als Text. Zeiten, Kursart, Lehrkraft und Raum gehören in den Seitentext. Bilder und PDFs des Stundenplans ergänzen den Text, ersetzen ihn aber nicht. Google nutzt für das Thema eines Bildes Alt-Text, Bildunterschriften und den Inhalt der Seite.
  • Preise und Probestunde. Nennen Sie den Preis der Kursart und, falls es ein Probeangebot gibt, dessen Bedingungen.
  • Ort und Anfahrt. Adresse, Anfahrt und Parkmöglichkeiten stehen auf jeder Kursseite. Die Kontaktseite allein reicht dafür nicht.
  • Echte Angaben zu Lehrkräften. Wer unterrichtet, für wen der Kurs geeignet ist und was Teilnehmende mitbringen sollten.
  • Strukturierte Daten. Ein LocalBusiness-Markup mit Name, Adresse, Telefonnummer, Website und Öffnungszeiten (als openingHoursSpecification) macht die Angaben für Suchmaschinen eindeutig. Verwenden Sie den spezifischsten Untertyp, der zu Ihrem Angebot passt, zum Beispiel HealthClub.

03

Das Google-Unternehmensprofil richtig einrichten

Das Profil trägt den Namen, den Ihr Studio im Alltag trägt, eine passende Hauptkategorie und korrekte Angaben zu Adresse, Zeiten und Angeboten. Zusätze im Namen sind laut Google nicht erlaubt und können zur Sperrung führen.

  1. Schritt 01

    Name ohne Zusätze

    Der Name muss dem entsprechen, was auf Schild, Website und Briefpapier steht. Werbeslogans, Leistungsangaben und Ortsangaben gehören laut Google nicht in den Namen. Begriffe wie Yoga, Pilates oder die Stadt stehen nur im Namen, wenn sie zu Ihrem echten Namen gehören.

  2. Schritt 02

    Wenige Kategorien, eine Hauptkategorie

    Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Hauptangebot am besten beschreibt, so spezifisch wie möglich, und nur wenige weitere. Maßgeblich ist das Kerngeschäft, nicht eine Liste aller Kurse.

  3. Schritt 03

    Adresse oder Einzugsgebiet

    Ein Studio mit Kundenverkehr trägt seine echte Adresse ein. Wer nur zu Kunden fährt, legt ein Profil für Dienstleistungsgebiete an und verbirgt die Adresse. Ein virtuelles Büro ist nur zulässig, wenn es während der Geschäftszeiten besetzt ist.

  4. Schritt 04

    Ein Standort, ein Profil

    Pro Standort gibt es nur ein Profil. Eine Ausnahme gilt, wenn sich zwei Betriebe einen Standort teilen und beide eigene Kategorien brauchen. Dann braucht jeder Betrieb einen eigenen Namen.

  5. Schritt 05

    Zeiten pflegen

    Tragen Sie Feiertage, Ferien und Ausfälle im Profil ein. Falsche Zeiten fallen Interessierten schnell auf und kosten Vertrauen.

  6. Schritt 06

    Angebote als Dienstleistungen

    In Kategorien, die Dienstleistungen erlauben, legen Sie jede Kursart einzeln an, mit Beschreibung und Preis. Die Bezeichnungen sollten dieselben sein wie auf Ihrer Website.

  7. Schritt 07

    Attribute und echte Fotos

    Setzen Sie nur Attribute, die stimmen, etwa Parkplätze oder WLAN. Fotos von Eingang, Übungsraum und Team zeigen, wie das Studio wirklich aussieht. Mehr dazu im Artikel Google Business Fotos optimieren.

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04

Bewertungen sammeln, ohne Regeln zu verletzen

Google nennt die Zahl der Bewertungen als Teil der Bekanntheit eines Betriebs. Anreize, gezielte Auswahl nach Zufriedenheit und Vorgaben an Lehrkräfte sind laut Googles Richtlinien verboten.

Bewertungen wirken auf zwei Ebenen. Sie zählen für die Bekanntheit im lokalen Ranking, und sie helfen Interessierten bei der Wahl zwischen den Einträgen im Kartenblock. Googles Richtlinien erlauben eine offene Bitte, verbieten aber Anreize und gezielte Auswahl.

Bewertungen sammeln: erlaubt und nicht erlaubt
ErlaubtNicht erlaubt
Alle Teilnehmenden offen um eine Bewertung bittenNur zufriedene Teilnehmende gezielt fragen und andere auslassen
Ein freies Angebot am Empfang mit QR-Code oder Link, den jeder nutzen oder ignorieren kannGratis-Stunde, Rabatt oder Geschenk für eine Bewertung
Auf jede Bewertung sachlich antworten, auch auf kritischeBewertungen von Mitarbeitenden, Lehrkräften oder Familie
Mitarbeitende bitten, Bewertungen einzuholen, ohne ZielzahlZielzahlen für Mitarbeitende oder Druck auf Gäste, eine Bewertung zu schreiben
Bewertungen sammeln: erlaubt und nicht erlaubt

Ein QR-Code am Empfang ist in Ordnung, solange er ein freies Angebot bleibt. Sobald er an eine Gegenleistung oder an Druck im Gespräch gekoppelt wird, verstößt er gegen die Richtlinien.

Ein einfacher Ablauf: Alle Teilnehmenden erhalten am Ende des Kurses dieselbe Bitte mit Link, ohne Auswahl und ohne Gegenleistung. Wie Sie Wortlaut und Zeitpunkt wählen, zeigt der Artikel Google-Bewertungen bekommen.

05

Abkürzungen, die Ihrem Studio schaden

Die meisten Schäden entstehen durch Zusätze im Namen, doppelte Profile, virtuelle Adressen und gekaufte Bewertungen. Jede dieser Abkürzungen verstößt gegen Googles Richtlinien.

Häufige Fehler und was Google dazu sagt
FehlerWas Google dazu sagt
Kursart oder Stadt im ProfilnamenZusätze im Namen sind nicht erlaubt und können zur Sperrung des Profils führen
Zweites Profil für denselben StandortPro Standort nur ein Profil, Ausnahme nur bei geteilten Standorten mit eigenen Kategorien
Virtuelle Adresse ohne BesetzungNicht zulässig, wenn das Büro während der Geschäftszeiten nicht besetzt ist
Gekaufte oder ausgesuchte BewertungenBewertungen, die durch Anreize entstehen, verstoßen gegen die Richtlinien
Angebote mit festem Rang in der SucheEin besseres lokales Ranking lässt sich nicht anfordern und nicht bezahlen
Häufige Fehler und was Google dazu sagt

Wer Ihnen eine bessere Platzierung gegen Bezahlung anbietet, verspricht etwas, das Google nach eigener Aussage nicht gibt.

06

Anfragen messen, nicht nur Platzierungen

Messen Sie, was Interessierte tun: Aufrufe, Anrufe, Wegbeschreibungen und Klicks im Profil sowie Suchanfragen und Klicks in der Search Console. Eine Position in der Suche sagt wenig über neue Teilnehmende.

Messgrößen und wo Sie sie finden
MessgrößeWas sie zeigtQuelle
AufrufeWie oft Nutzende das Profil in Suche und Maps angesehen habenLeistungsdaten im Profil
SuchanfragenBegriffe, mit denen Nutzende das Studio gefunden haben, aktualisiert zu MonatsbeginnLeistungsdaten im Profil
AnrufeWie oft die Anrufschaltfläche geklickt wurde, mit hinterlegter TelefonnummerLeistungsdaten im Profil
WegbeschreibungenWie oft nach dem Weg zum Studio gefragt wurdeLeistungsdaten im Profil
WebsiteklicksWie oft der Website-Link im Profil geklickt wurdeLeistungsdaten im Profil
BuchungenBuchungen über Ihren Buchungsanbieter, nur mit angebundenem AnbieterLeistungsdaten im Profil
Klicks und Suchanfragen der WebsiteWie Nutzende aus der Google-Suche auf Ihre Seiten kommenSearch Console
Messgrößen und wo Sie sie finden

Die wichtigste Zahl bleibt die Zahl der Anmeldungen und Probestunden in Ihrer eigenen Verwaltung. Die Profilzahlen zeigen, wo Interesse entsteht. Ihre Anmeldeliste zeigt, ob daraus Teilnehmende werden.

Fragen

Häufige Fragen

Brauche ich für jede Kursart eine eigene Seite?

Eine eigene Seite lohnt sich für Kursarten, die Sie regelmäßig anbieten und die Interessierte einzeln suchen, etwa Hatha Yoga oder Pilates am Reformer. Eine Kursart ohne laufenden Kursplan braucht keine eigene Seite.

Darf ich Teilnehmende für eine Bewertung mit einer Gratisstunde belohnen?

Nein. Google verbietet Anreize wie Zahlung, Rabatte oder kostenlose Leistungen, wenn sie dazu dienen, eine Bewertung zu erhalten. Die Bitte um eine Bewertung bleibt erlaubt, solange keine Gegenleistung im Spiel ist.

Was kostet die Profilpflege bei LocalDominate?

Der Google-Profil-Quick-Fix kostet 79 €. Die vollständige Profil-Optimierung kostet 390 €. Umfang und Leistungen werden vorab im Gespräch festgelegt.

Kann ich ein Profil haben, wenn ich nur zu Kunden nach Hause komme?

Ja. Dann legen Sie ein Profil für Dienstleistungsgebiete an und verbergen Ihre Adresse. Google empfiehlt, das Gebiet nicht weiter als etwa zwei Stunden Fahrzeit auszudehnen.