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Lokales Event-Marketing: So finden Menschen in Ihrer Stadt Ihre Veranstaltung

Für Cafés, Hotels, Salons, Werkstätten und Geschäfte, die eigene Veranstaltungen anbieten, etwa eine Weinprobe, einen Tag der offenen Tür oder einen Workshop. Sie erfahren, welche Wege Google für Veranstaltungen und Angebote vorsieht, wann sich Event-Daten auf der Website lohnen und wie Sie mit Zeitplan und Nachbereitung mehr aus jedem Termin machen.

Aktualisiert
Lesezeit
10 Minuten
Redaktion
LocalDominate Redaktion, verantwortlich Markus Wimböck

Die kurze Antwort

Damit eine eigene Veranstaltung gefunden werden kann, gehört sie an drei Stellen hin: als Beitrag vom Typ „Veranstaltung“ ins Google-Unternehmensprofil, auf eine eigene Seite Ihrer Website mit Event-Daten und in die Kalender Ihrer Stadt. Google nennt Deutschland unter den Regionen der Veranstaltungssuche, verlangt aber öffentliche, buchbare Termine an einem realen Ort. Eine Anzeige garantiert Google nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Unternehmensprofil gibt es drei Beitragstypen: Aktuelles, Angebot und Veranstaltung. Eine Veranstaltung braucht Titel, Start- und Enddatum; ohne Uhrzeiten erscheint sie als ganztägig.
  • Hotels dürfen laut Google keine Beiträge vom Typ „Angebot“ erstellen und keine Beiträge, in denen Angebote, Werbeaktionen oder Rabatte erwähnt werden.
  • Event-Daten auf der Website unterstützt Google weiterhin. Deutschland mit Deutsch steht auf der Liste der Regionen. Pflicht sind name, startDate, location und location.address.
  • Veranstaltungen müssen laut Google an einem realen Ort stattfinden und für die Allgemeinheit buchbar sein; Google hat das am 5. Juni 2025 in seiner Dokumentation mit weiteren Beispielen ergänzt. Öffnungszeiten, Gutscheine und reine Online-Termine zählen nicht.
  • Öffentliche Veranstaltungen auf Eventbrite erscheinen laut Eventbrite im eigenen Verzeichnis, in großen Suchmaschinen und bei Partnerseiten.
  • Nach der Veranstaltung dürfen Sie um Bewertungen bitten, aber ohne Anreize und ohne gezielt nur zufriedene Gäste zu fragen.

01

Wo Menschen nach Veranstaltungen suchen

Eine Veranstaltung kann über Google, über den Veranstaltungskalender der Stadt oder über eine Ticketplattform gefunden werden. Tragen Sie Ihren Termin deshalb an allen drei Stellen mit denselben Angaben ein und verlinken Sie jeweils auf eine Seite Ihrer Website.

Orte für eine eigene Veranstaltung (Aufwand: unsere Einschätzung)
OrtWas dort hingehörtAufwand
Google-UnternehmensprofilBeitrag vom Typ „Veranstaltung“, bei Bedarf ein „Angebot“ (nicht für Hotels)Gering, einige Minuten je Termin
Eigene WebsiteEine Seite je Veranstaltung mit allen Fakten und Event-DatenEinmalig eine Vorlage, danach gering
Ticket- oder EventplattformÖffentlicher Eintrag mit BuchungGering, Bedingungen je nach Anbieter
Kalender von Stadt, Tourismusverband und LokalmedienEintrag mit Datum, Ort und LinkMittel, Fristen und Bedingungen je Kalender
Eigene KanäleNewsletter und Social Media mit Link zur VeranstaltungsseiteMittel, je nach Häufigkeit
Orte für eine eigene Veranstaltung (Aufwand: unsere Einschätzung)

02

Die Veranstaltung im Unternehmensprofil

Im Google-Unternehmensprofil legen Sie einen Beitrag vom Typ „Veranstaltung“ an. Dafür sind ein Titel sowie Start- und Enddatum nötig; ohne Uhrzeiten erscheint der Termin als ganztägig. Beiträge erscheinen in der Google-Suche und in Google Maps und lassen sich vorab planen.

  1. Schritt 01

    Beitrag anlegen

    Im Unternehmensprofil einen neuen Beitrag erstellen und den Typ „Veranstaltung“ wählen.

  2. Schritt 02

    Pflichtangaben

    Titel, Start- und Enddatum sowie Uhrzeiten eintragen. Ohne Uhrzeiten zeigt Google die Veranstaltung an den jeweiligen Tagen als ganztägig an.

  3. Schritt 03

    Beschreibung und Bild

    In wenigen Sätzen sagen, was passiert, für wen es gedacht ist, was es kostet und wie man sich anmeldet. Ein eigenes Foto vom Ort oder einer früheren Veranstaltung zeigt mehr als ein Symbolbild.

  4. Schritt 04

    Kontakt

    Google entfernt laut seinen Inhaltsrichtlinien unter Umständen Beiträge mit nicht bestätigten Kontaktdaten. Statt einer Telefonnummer im Text nutzen Sie den Button „Jetzt anrufen“.

  5. Schritt 05

    Planen

    Mit „Diesen Beitrag planen“ legen Sie Datum und Uhrzeit der Veröffentlichung fest. Für wiederkehrende Beiträge gibt es das Menü „Wiederholungen“.

Auf Mobilgeräten erscheinen Beiträge laut Google in den Tabs „Aktuelle Informationen“ oder „Übersicht“, auf Computern im Bereich „Vom Inhaber“. Beiträge ohne Zeitraum archiviert Google nach sechs Monaten.

Öffnet Ihr Betrieb am Tag der Veranstaltung länger oder bleibt er für Gäste geschlossen, tragen Sie zusätzlich spezielle Öffnungszeiten ein. Wie das geht, steht in Öffnungszeiten und Sonderzeiten.

03

Angebote rund um die Veranstaltung

Ein Beitrag vom Typ „Angebot“ eignet sich für einen Frühbucherpreis oder ein Paket zur Veranstaltung. Google verlangt dafür Titel, Datumsangaben und eine Uhrzeit; Gutscheincode, Link und Bedingungen sind optional. Hotels dürfen keine Angebote posten.

  • Pflichtangaben: Titel, Datumsangaben und Uhrzeit. Optional sind Beschreibung, Foto oder Video, Gutscheincode, Link und Nutzungsbedingungen.
  • Button: In einen Angebotsbeitrag fügt Google automatisch den Button „Angebot ansehen“ ein.
  • Beispiel: „Frühbucherpreis für den Brotbackkurs bis 31. Oktober“ mit Code und Link zur Anmeldung. Das Beispiel ist erfunden und dient nur der Veranschaulichung.
  • Hotels: Laut Google dürfen Hotels keine Beiträge vom Typ „Angebot“ erstellen. Auch Beiträge, in denen Angebote, Werbeaktionen oder Rabatte erwähnt oder verlinkt werden, sind für Hotels unzulässig. Eine Veranstaltung im Hotel kündigen Sie deshalb ohne Preisnachlass an.

04

Eine eigene Seite für jede Veranstaltung

Jede Veranstaltung braucht eine eigene Seite auf Ihrer Website mit allen Fakten als Text: Datum, Uhrzeit, Ort mit Adresse, Preis, Anmeldung und was enthalten ist. Auf diese Seite verlinken Profil, Kalender und soziale Netzwerke. Sie ist auch die Grundlage für Event-Daten.

  1. Schritt 01

    Eigene Adresse

    Eine URL je Veranstaltung, etwa /veranstaltungen/weinprobe-november. Eine Sammelseite mit allen Terminen ist zusätzlich hilfreich.

  2. Schritt 02

    Fakten zuerst

    Datum, Uhrzeit, Ort, Preis und Anmeldung stehen ganz oben und als Text, nicht nur im Bild eines Plakats.

  3. Schritt 03

    Details danach

    Ablauf, für wen die Veranstaltung gedacht ist, Barrierefreiheit, Anreise und Parken, was Gäste mitbringen sollen.

  4. Schritt 04

    Indexierung anstoßen

    In der Search Console können Sie mit der URL-Prüfung das Crawling einzelner Seiten beantragen. Laut Google kann das einige Tage bis wenige Wochen dauern; mehrfaches Beantragen beschleunigt nichts.

  5. Schritt 05

    Nach dem Termin

    Die Seite nicht löschen, sondern als Rückblick mit Fotos und dem nächsten Termin weiterführen.

Weil das Crawling Tage bis Wochen dauern kann, sollte die Seite einige Wochen vor der Veranstaltung online sein. Eine feste Frist nennt Google nicht.

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Event-Daten auf der Website: Stand Oktober 2026

Google unterstützt strukturierte Daten vom Typ Event weiterhin; die Dokumentation wurde zuletzt im September 2026 aktualisiert. Deutschland mit Deutsch steht auf der Liste der Regionen, in denen die Veranstaltungssuche verfügbar ist. Die Veranstaltung muss an einem realen Ort stattfinden und für die Allgemeinheit buchbar sein. Eine Anzeige garantiert Google nicht.

Was Google für Event-Daten verlangt (Search Central, englische Fassung, Stand 8. September 2026)
ThemaWas Google schreibt
Pflichtangabenname, startDate, location und location.address
OrtVeranstaltungen müssen an einem realen Ort stattfinden; rein virtuelle Termine ohne realen Teil werden nicht unterstützt
ZugangFür die Allgemeinheit buchbar; Veranstaltungen nur für Mitglieder oder auf Einladung sind ausgeschlossen
Nicht als VeranstaltungÖffnungszeiten, Gutscheine, kurzfristige Rabatte und Produkte oder Leistungen, die keine Veranstaltung sind
MehrtägigStart- und Enddatum angeben; Vorstellungen an verschiedenen Tagen mit eigenen Tickets erhalten je ein eigenes Event-Element
Absage und VerschiebungeventStatus auf abgesagt, verschoben oder neu terminiert setzen; startDate dabei nicht löschen
PrüfenMit dem Test für Rich-Suchergebnisse prüfen und kritische Fehler beheben
Was Google für Event-Daten verlangt (Search Central, englische Fassung, Stand 8. September 2026)

Wenn Sie über eine Ticketplattform verkaufen, empfiehlt Google zu prüfen, ob diese Plattform bereits an der Veranstaltungssuche teilnimmt. Dann können Sie Ihre Termine weiter dort einstellen. Ohne Zugriff auf den HTML-Code hilft laut Google ein Plug-in Ihres Content-Management-Systems. Welche weiteren Typen sich für lokale Betriebe lohnen, steht in Schema Markup für Local SEO.

06

Kalender, Portale und Ticketplattformen

Tragen Sie die Veranstaltung in die Kalender Ihrer Stadt, Ihres Tourismusverbands und der Lokalmedien ein und nutzen Sie bei Bedarf eine Ticketplattform. Öffentliche Veranstaltungen auf Eventbrite erscheinen laut Eventbrite im eigenen Verzeichnis, in großen Suchmaschinen und bei Partnerseiten.

  1. Schritt 01

    Kalender finden

    Suchen Sie nach „Veranstaltungskalender“ mit dem Namen Ihrer Stadt oder Region. Prüfen Sie auch Stadtmarketing, Tourismusverband, Lokalzeitung und Vereine.

  2. Schritt 02

    Bedingungen lesen

    Prüfen Sie, ob der Kalender eine Registrierung verlangt, Einträge vor der Veröffentlichung prüft oder Fristen setzt, und planen Sie dafür Zeit ein.

  3. Schritt 03

    Dieselben Angaben

    Name, Adresse, Datum und Uhrzeit genau wie auf Ihrer Website und im Unternehmensprofil. Warum das wichtig ist, erklärt NAP-Konsistenz.

  4. Schritt 04

    Auf die eigene Seite verlinken

    Jeder Eintrag verweist auf die Veranstaltungsseite Ihrer Website, nicht nur auf die Startseite.

Bei Eventbrite steuern Sie die Sichtbarkeit über die Datenschutzeinstellungen der Veranstaltung. Private Veranstaltungen erscheinen laut Eventbrite nicht im Verzeichnis, in Suchmaschinen oder bei Partnerseiten. Wird eine öffentliche Veranstaltung nachträglich auf privat gestellt, verschwindet sie nicht automatisch aus Suchergebnissen, die bereits erfasst wurden. Andere Plattformen haben eigene Einstellungen; deren Hilfeseiten haben wir für diesen Artikel nicht geprüft.

Welche lokalen Quellen außerdem Links und Erwähnungen bringen, beschreibt Local Link Building. Wenn Sie Creators aus der Region einladen, hilft Lokale Influencer-Kooperationen.

07

Zeitplan: wann was passiert

Planen Sie rückwärts vom Termin: zuerst die Seite auf der Website, dann die Kalender mit ihren Fristen, danach Beitrag und Angebot im Unternehmensprofil, kurz vorher die Erinnerung. Der Plan unten ist ein Vorschlag von uns, keine Vorgabe von Google.

Vorschlag für einen Zeitplan (Einschätzung)
WannWasWarum
Vier bis sechs Wochen vorherVeranstaltungsseite mit Event-Daten online, Crawling beantragenCrawling kann laut Google Tage bis Wochen dauern
Drei bis vier Wochen vorherKalender von Stadt, Tourismus und Lokalmedien, TicketplattformMögliche Prüfung und Fristen der Kalender
Zwei bis drei Wochen vorherBeitrag „Veranstaltung“ im Unternehmensprofil, bei Bedarf „Angebot“ (Hotels: kein Angebot)Der Termin erscheint in Suche und Maps
In der Woche davorErinnerung per Newsletter und Social Media, spezielle Öffnungszeiten prüfenUnentschlossene erinnern, richtige Zeiten zeigen
Am Tag danachDank, Fotos mit Einwilligung, Bitte um Bewertung ohne AnreizEindrücke sind noch frisch
Bei Absage oder VerschiebungSeite, eventStatus, Beitrag und Kalendereinträge sofort ändernNiemand steht vor verschlossener Tür
Vorschlag für einen Zeitplan (Einschätzung)

08

Nachbereitung: Bewertungen, Fotos und Auswertung

Bitten Sie alle Gäste nach der Veranstaltung um eine Bewertung, mit Link oder QR-Code, ohne Gegenleistung und ohne Druck. Google verbietet Anreize und das gezielte Einholen nur positiver Rezensionen. Fotos mit erkennbaren Personen veröffentlichen Sie nur mit Einwilligung. Werten Sie aus, über welchen Kanal die Anmeldungen kamen.

  • Bewertungen: Laut Google können Sie Kunden bitten, auf einen Link zu klicken oder einen QR-Code zu scannen. Verboten sind Anreize wie kostenlose oder vergünstigte Produkte und das gezielte Bitten um positive Rezensionen. Außerdem dürfen Sie Kunden nicht zur Bewertung auffordern oder unter Druck setzen, solange sie noch vor Ort sind. Unsere Empfehlung: Fragen Sie alle Gäste gleich, nicht nur die zufriedenen, und erst nach der Veranstaltung. Mehr in Google-Bewertungen bekommen.
  • Fotos: Nach § 22 KUG dürfen Bildnisse grundsätzlich nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet werden. § 23 KUG nennt Ausnahmen, etwa Bilder von Versammlungen und ähnlichen Vorgängen, aber nicht, wenn ein berechtigtes Interesse der abgebildeten Person verletzt wird. Ob eine Ausnahme greift, ist eine Rechtsfrage. Der einfachere Weg: bei der Anmeldung auf Fotos hinweisen und Einwilligungen einholen, bevor Sie Bilder veröffentlichen.
  • Kanäle messen: Versehen Sie Links in Newsletter, Kalendern und Social Media mit UTM-Parametern. Google Analytics verlangt dafür utm_source, utm_medium und utm_campaign und unterscheidet Groß- und Kleinschreibung.
  • Fragen: Bei der Anmeldung kurz fragen, wie Gäste von der Veranstaltung erfahren haben. Das ist ungenau, zeigt aber Richtungen.

Halten Sie nach jeder Veranstaltung fest, welche Kanäle Anmeldungen gebracht haben. So wissen Sie beim nächsten Termin, wo sich der Aufwand lohnt. Auf kritische Bewertungen reagieren Sie sachlich, wie in Negative Google-Bewertungen beschrieben.

Fragen

Häufige Fragen

Kann ich im Google-Unternehmensprofil eine Veranstaltung anlegen?

Ja, als Beitrag vom Typ „Veranstaltung“. Sie brauchen einen Titel sowie Start- und Enddatum; ohne Uhrzeiten erscheint die Veranstaltung als ganztägig. Den Beitrag können Sie vorab planen.

Zeigt Google Veranstaltungen in Deutschland gesondert an?

Laut Search Central ist die Veranstaltungssuche in Deutschland auf Deutsch verfügbar. Für die Darstellung verlangt Google die Pflichtangaben in den Event-Daten, einen realen Ort und eine öffentlich buchbare Veranstaltung. Google garantiert nicht, dass strukturierte Daten in den Suchergebnissen erscheinen.

Funktionieren Event-Daten für Online-Veranstaltungen?

Nein. Google unterstützt laut Dokumentation keine virtuellen Veranstaltungen ohne realen Teil. Die Eigenschaften für Online-Veranstaltungen hat Google am 5. Juni 2025 aus seinen Hinweisen entfernt.

Darf ich Gästen für eine Bewertung ein Getränk oder einen Rabatt anbieten?

Nein. Google verbietet Anreize wie Zahlungen, Rabatte oder kostenlose Produkte und Dienstleistungen für Rezensionen. Bitten Sie alle Gäste ohne Gegenleistung.

Darf ein Hotel im Unternehmensprofil Angebote zur Veranstaltung posten?

Nein. Laut Google dürfen Hotels keine Beiträge vom Typ „Angebot“ erstellen und keine Beiträge, in denen Angebote, Werbeaktionen oder Rabatte erwähnt oder verlinkt werden. Eine Ankündigung ohne Preisnachlass ist möglich.

Brauche ich Event-Daten, wenn ich Tickets über eine Plattform verkaufe?

Nicht unbedingt. Google empfiehlt zu prüfen, ob die Plattform bereits an der Veranstaltungssuche teilnimmt; dann können Sie Ihre Termine weiter dort einstellen. Eine eigene Seite auf Ihrer Website lohnt sich trotzdem als feste Adresse.