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Lokale Landing Pages erstellen: Standortseiten, die Kunden wirklich helfen

Für Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem oder mehreren Standorten oder einem festen Einzugsgebiet. Sie erfahren, wann eine eigene Seite für einen Ort sinnvoll ist, wo Google die Grenze zur Brückenseite zieht, welche Bausteine eine gute Standortseite braucht und wie Sie sie mit Unternehmensprofil und strukturierten Daten verbinden.

Aktualisiert
Lesezeit
10 Minuten
Redaktion
LocalDominate Redaktion, verantwortlich Markus Wimböck

Die kurze Antwort

Eine lokale Landing Page lohnt sich, wenn Sie am Ort einen echten Standort haben oder dort regelmäßig arbeiten und Eigenes über den Ort sagen können. Seiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden, sind nach unserer Einschätzung riskant, weil Google Städteseiten, die Nutzer zur selben Seite leiten, als Brückenseiten nennt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Google nennt als Missbrauch von Brückenseiten unter anderem Seiten für bestimmte Regionen oder Städte, die Nutzer zur selben Seite leiten, und im Wesentlichen ähnliche Seiten, „die eher Suchergebnissen ähneln als einer klar definierten, durchsuchbaren Hierarchie“.
  • Eine eigene Seite braucht einen echten Grund: einen Standort mit Adresse oder ein Gebiet, in dem Sie nachweisbar arbeiten und über das Sie Eigenes sagen können.
  • Der Website-Link im Unternehmensprofil darf laut Google auf eine Seite zeigen, die Ihren konkreten Standort präsentiert. Bei mehreren Filialen ist das die jeweilige Standortseite.
  • Google empfiehlt, jeden Standort als eigenes LocalBusiness zu definieren. Google hält eine Seite mit Informationen zum Unternehmen für sinnvoll, das Markup muss zum sichtbaren Inhalt passen.
  • Messen Sie jede Standortseite einzeln in der Search Console und über einen markierten Link aus dem Profil. Seiten ohne eigenen Inhalt legen Sie besser zusammen.

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Wann sich eine eigene Standortseite lohnt

Eine eigene Seite lohnt sich bei einem echten Standort mit Adresse und bei einem Gebiet, in dem Sie regelmäßig arbeiten und über das Sie etwas sagen können, das auf der allgemeinen Leistungsseite fehlt. Fehlt dieser eigene Inhalt, gehört der Ort als Satz auf die Leistungsseite.

Eigene Seite oder nicht? Typische Fälle (unsere Einschätzung)
AusgangslageEmpfehlungWarum
Zweite Filiale mit eigener Adresse, eigenem Team und eigenen ÖffnungszeitenEigene StandortseiteDie Seite beschreibt einen echten Ort und dient als Website im Profil dieser Filiale
Servicebetrieb, der in einem Nachbarort regelmäßig arbeitet und dort Referenzen hatEigene Seite möglich, wenn genug Eigenes vorhanden istAnfahrt, typische Aufträge und Projekte aus dem Ort machen die Seite eigenständig
Zwanzig Umlandgemeinden ohne eigene InhalteKeine eigenen Seiten, Gebiet auf der Leistungsseite nennenDie Seiten würden sich nur im Ortsnamen unterscheiden
Eine einzige Adresse, Kunden kommen aus der ganzen StadtKeine Ortsseiten nötigStartseite, Kontaktseite und Leistungsseiten decken den Bedarf
Eigene Seite oder nicht? Typische Fälle (unsere Einschätzung)

Wie Betriebe mit einem einzigen Standort ihre Website insgesamt aufbauen, steht in Local Content Marketing. Für Filialbetriebe ist Mehrere Standorte bei Google verwalten der passende Einstieg.

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Was Google als Brückenseite wertet

Google beschreibt Brückenseiten als Seiten, die für bestimmte, ähnliche Suchanfragen erstellt werden und Nutzer auf Zwischenseiten führen, die weniger nützlich sind als das eigentliche Ziel. Ortsseiten aus einer Vorlage, in der nur der Ortsname wechselt, fallen nach unserer Einschätzung genau darunter.

Googles Spam-Richtlinien nennen als Beispiele für den Missbrauch von Brückenseiten unter anderem mehrere Domainnamen oder Seiten, die auf bestimmte Regionen oder Städte ausgerichtet sind und Nutzer zu einer einzigen Seite leiten. Außerdem nennt Google im Wesentlichen ähnliche Seiten, „die eher Suchergebnissen ähneln als einer klar definierten, durchsuchbaren Hierarchie“.

  • Ortslisten: Unter überflüssigen Keywords nennt Google ausdrücklich Textblöcke, die Städte und Regionen aufzählen, für die eine Seite ranken soll.
  • Massenhaft erzeugte Seiten: Als missbräuchliche Nutzung skalierter Inhalte nennt Google viele Seiten, die vor allem zur Manipulation des Rankings erstellt werden, etwa mit generativer KI und ohne Mehrwert für Nutzer.
  • Folgen: Laut Google können Websites, die gegen die Richtlinien verstoßen, schlechter ranken oder gar nicht in den Ergebnissen erscheinen. Google erkennt Verstöße automatisch und, wenn nötig, durch manuelle Prüfung.

Googles Leitfaden für hilfreiche Inhalte fragt unter anderem, ob Inhalte eigene Informationen bieten und ob Sie viele Inhalte zu vielen Themen erstellen in der Hoffnung, dass einige davon in der Suche gut abschneiden. Für Ortsseiten ist das ein brauchbarer Test.

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Was auf eine gute Standortseite gehört

Eine gute Standortseite beantwortet die Fragen, die ein Kunde vor dem Besuch oder Anruf hat: wo, wann, wer, wie hinkommen und was genau dieser Standort anbietet. Alles, was dort steht, sollte zu Ihrem Unternehmensprofil passen.

Bausteine einer Standortseite (unsere Empfehlung)
BausteinInhaltHinweis
ÜberschriftLeistung und Ort in einer natürlichen ZeileKeine Aufzählung von Orten
Name, Adresse, TelefonGenau wie im Unternehmensprofil des StandortsTelefonnummer auf dem Handy antippbar
ÖffnungszeitenRegelzeiten und SonderzeitenBei Änderungen zuerst Profil und Seite gleichzeitig pflegen
Team vor OrtAnsprechpartner mit Funktion, auf Wunsch mit FotoNur mit Einverständnis der Mitarbeiter
AnfahrtÖffentliche Verkehrsmittel, Parken, Eingang, BarrierefreiheitText plus eingebettete Karte
Leistungen vor OrtWas es nur hier gibt oder hier anders läuftAuf die allgemeinen Leistungsseiten verlinken
Eigene FotosAußenansicht, Räume, Team, Arbeiten aus dem OrtKeine Bilder aus Bilddatenbanken
KundenstimmenEchte Rückmeldungen mit EinverständnisKein Sterne-Markup für Bewertungen über sich selbst
Bausteine einer Standortseite (unsere Empfehlung)

Zu den Kundenstimmen: Google zeigt keine Bewertungssterne für Seiten mit LocalBusiness-Markup, wenn das bewertete Unternehmen die Bewertungen über sich selbst kontrolliert. Das gilt auch für eingebettete Widgets von Drittanbietern. Zitate dürfen auf der Seite stehen, ein Sterne-Snippet bringen sie nicht. Mehr dazu in Review Schema implementieren.

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Seiten für Einzugsgebiete ohne Ladenlokal

Betriebe, die beim Kunden arbeiten, zeigen ihr Einzugsgebiet zuerst auf der Leistungsseite und im Profil. Eine eigene Ortsseite lohnt sich nur, wenn Sie dort nachweisbar viel arbeiten und mit Referenzen, typischen Aufträgen und Anfahrtszeiten etwas Eigenes zeigen können.

Im Unternehmensprofil geben Betriebe ohne Kundenverkehr ihr Gebiet als Städte, Postleitzahlen oder andere Regionen an. Google erlaubt höchstens 20 Einzugsgebiete und empfiehlt, dass die Grenzen nicht mehr als etwa zwei Autostunden vom Standort entfernt sind. Empfangen Sie an der Geschäftsadresse keine Kunden, entfernen Sie die Adresse aus dem Profil.

  1. Schritt 01

    Gebiet auf der Leistungsseite nennen

    Ein Satz oder eine kurze Liste der Orte, in denen Sie arbeiten, so wie im Profil. Keine langen Ortsblöcke im Fußbereich.

  2. Schritt 02

    Eigenes sammeln

    Referenzprojekte aus dem Ort mit Einverständnis der Kunden, typische Gebäude oder Aufgaben, Anfahrtszeit, Fragen, die Kunden dort häufig stellen.

  3. Schritt 03

    Erst dann eine Seite bauen

    Wenn genug Eigenes für eine Seite zusammenkommt, die einem Kunden aus diesem Ort mehr sagt als die Leistungsseite.

Beispiele für Gewerke stehen in Local SEO für Handwerker, Beispiele für Großstädte mit vielen Bezirken in Local SEO in Berlin.

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URL-Struktur und interne Links

Google empfiehlt lesbare Wörter statt langer IDs, Bindestriche zwischen Wörtern und Wörter in der Sprache Ihrer Kunden. Jede Seite, die Ihnen wichtig ist, sollte von mindestens einer anderen Seite Ihrer Website verlinkt sein.

  • Adresse: Ein einheitliches Muster wie /standorte/graz oder /badsanierung-rosenheim. Welches Muster Sie wählen, ist nach unserer Einschätzung zweitrangig. Wichtig ist, dass es lesbar ist und nicht ständig wechselt.
  • Übersichtsseite: Eine Seite „Standorte“ verlinkt alle Standortseiten, jede Standortseite verlinkt zurück. Das ergibt nach unserer Einschätzung die klar gegliederte Struktur, die Google von Brückenseiten abgrenzt.
  • Leistungsseiten: Verlinken Sie von der Leistungsseite auf die Standorte, an denen es diese Leistung gibt, und umgekehrt.
  • Linktexte: Google rät zu beschreibenden, knappen Linktexten. „Unsere Praxis in Wels“ sagt mehr als „hier klicken“.
  • Technik: Google kann Links in der Regel nur folgen, wenn sie als HTML-Element a mit href-Attribut gesetzt sind.

Wie Sitemap, Indexierung und Ladezeit dazu passen, beschreibt Technisches Local SEO.

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LocalBusiness-Markup je Standortseite

Google empfiehlt, jeden Standort als eigenes LocalBusiness mit dem passendsten Untertyp zu definieren. Pflicht sind Name und Adresse. Die Eigenschaft url soll auf die Seite des konkreten Standorts zeigen, und das Markup muss den sichtbaren Inhalt wiedergeben.

  • Pflichtangaben: name und address. Empfohlen sind unter anderem telephone, openingHoursSpecification, geo mit mindestens fünf Nachkommastellen und url.
  • Ein Block je Standort: Jeder Standort bekommt seinen eigenen Block. Abteilungen mit eigenen Zeiten oder Nummern lassen sich mit department auszeichnen.
  • Sichtbar und wahr: Google verlangt, dass strukturierte Daten den Inhalt der Seite wahrheitsgemäß abbilden. Inhalte, die Besucher nicht sehen, dürfen nicht ausgezeichnet werden.
  • Keine Garantie: Laut Google ermöglicht Markup eine Darstellung, garantiert sie aber nicht.

Ein vollständiges Beispiel mit allen Feldern und dem Test im Rich-Results-Test steht in LocalBusiness Schema implementieren.

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Standortseite und Unternehmensprofil verbinden

Laut Google dürfen Sie im Profil eine Website angeben, auf der Ihr konkreter Standort präsentiert wird. Bei mehreren Filialen verweist deshalb jedes Profil auf seine eigene Standortseite. Weiterleitungs-URLs, etwa auf soziale Netzwerke, sind im Website-Feld nicht erlaubt.

Die Richtlinien für das Unternehmensprofil sagen dazu: „Oder fügen Sie eine Website hinzu, auf der Ihr konkreter Unternehmensstandort präsentiert wird.“ Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten auf der Seite sollten mit dem Profil übereinstimmen. Hilfe beim Abgleich bietet NAP-Konsistenz.

  1. Schritt 01

    Link setzen

    Im Profil jedes Standorts die Adresse seiner Standortseite als Website eintragen.

  2. Schritt 02

    Link markieren

    Parameter anhängen, zum Beispiel ?utm_source=google&utm_medium=organic&utm_campaign=profil-graz. Laut Google Analytics sollten utm_source, utm_medium und utm_campaign immer gesetzt sein; Google empfiehlt Kleinbuchstaben.

  3. Schritt 03

    Zurückverlinken

    Auf der Standortseite einen Link zur Bewertungsseite dieses Standorts anbieten, damit Rezensionen beim richtigen Profil landen (unsere Empfehlung).

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Erfolg messen und aufräumen

Werten Sie jede Standortseite einzeln aus: Klicks und Impressionen in der Search Console, Besuche über den markierten Profillink und Anfragen über das Formular der Seite. Seiten, die nach einigen Monaten weder gefunden werden noch Anfragen bringen, legen Sie nach unserer Einschätzung zusammen oder bauen sie aus.

Kennzahlen je Standortseite
KennzahlWoWas sie zeigt
Klicks, Impressionen, Position je SeiteSearch Console, Leistungsbericht, Tab „Seiten“Ob die Seite in der Suche erscheint und angeklickt wird
Impressionen in generativen KI-FunktionenSearch Console, Bericht seit 31. August 2026 für alle WebsitesOb die Seite in Übersicht mit KI oder KI-Modus verlinkt wurde (keine Klicks)
Websiteklicks, Anrufe, WegbeschreibungenLeistungsbericht im Unternehmensprofil des StandortsWas Nutzer im Profil getan haben
Besuche über den ProfillinkWeb-Analyse, Kampagne aus dem UTM-LinkWie viele über das Profil auf die Seite kamen
Kennzahlen je Standortseite

Fragen

Häufige Fragen

Wann braucht ein Betrieb eine eigene lokale Landing Page?

Wenn es am Ort einen echten Standort gibt oder ein Gebiet, in dem Sie regelmäßig arbeiten, und wenn Sie über diesen Ort etwas sagen können, das auf der allgemeinen Leistungsseite fehlt. Sonst nennen Sie den Ort auf der Leistungsseite.

Sind Seiten für jede Stadt im Umland erlaubt?

Seiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden, sind nach unserer Einschätzung riskant. Googles Spam-Richtlinien nennen als Missbrauch von Brückenseiten Seiten für einzelne Regionen oder Städte, die Nutzer zur selben Seite leiten, und im Wesentlichen ähnliche Seiten, die eher Suchergebnissen ähneln als einer klar definierten, durchsuchbaren Hierarchie.

Wohin soll der Website-Link im Unternehmensprofil zeigen?

Laut Google auf eine Website, die Ihren konkreten Standort präsentiert. Bei mehreren Filialen ist das die jeweilige Standortseite, bei einem einzigen Standort nach unserer Erfahrung meist die Startseite. Weiterleitungs-URLs, etwa auf soziale Netzwerke, sind nicht erlaubt.

Brauche ich auf jeder Standortseite strukturierte Daten?

Google empfiehlt, jeden Standort als eigenes LocalBusiness zu definieren, mit Name und Adresse als Pflichtangaben und der URL der Standortseite. Das Markup muss zum sichtbaren Inhalt passen. Eine Anzeige in den Suchergebnissen garantiert Google nicht.

Darf ich Google-Bewertungen auf der Standortseite zeigen?

Kundenstimmen dürfen Sie mit Einverständnis zeigen. Sterne in den Suchergebnissen bringen sie nicht: Google schließt Seiten mit LocalBusiness-Markup von Bewertungssternen aus, wenn das Unternehmen die Bewertungen über sich selbst kontrolliert, auch über eingebettete Widgets.