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Local SEO in der Schweiz 2026: Was neu ist und was es für KMU bedeutet

Für Inhaberinnen und Inhaber Schweizer KMU, die die Grundlagen kennen und wissen wollen, was sich seit 2025 tatsächlich verändert hat. Sie bekommen die belegten Neuerungen mit Datum, eine Einordnung für Ihren Betrieb und eine kurze Liste, was Sie 2026 zuerst angehen sollten.

Aktualisiert
Lesezeit
9 Minuten
Redaktion
LocalDominate Redaktion, verantwortlich Markus Wimböck

Die kurze Antwort

Neu in der Schweiz sind vor allem vier Dinge: Google zeigt KI-Übersichten seit März 2025 auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch, den KI-Modus seit Oktober 2025. Laut BFS haben 43 % der Bevölkerung generative KI schon genutzt. Der EDÖB hat 2025 einen Cookie-Leitfaden veröffentlicht. Die Revision des Behindertengleichstellungsgesetzes ist noch im Parlament.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz ist das einzige Land, in dem Google die KI-Übersichten zum Start in drei Landessprachen plus Englisch eingeführt hat. Den KI-Modus gibt es seit dem 8. Oktober 2025 auf Deutsch, Französisch und Italienisch.
  • Laut Bundesamt für Statistik haben im Frühling 2025 43 % der Bevölkerung zwischen 15 und 88 Jahren generative KI genutzt. Rund die Hälfte nutzt sie nicht. Die klassische Suche bleibt also wichtig.
  • Der Cookie-Leitfaden des EDÖB vom 22. Januar 2025 (ergänzt am 6. Oktober 2025) erklärt, wann Web-Analyse ohne Einwilligung zulässig ist und wie ein Banner gestaltet sein muss.
  • Die Revision des Behindertengleichstellungsgesetzes würde erstmals auch private Dienstleister erfassen. Sie ist noch nicht beschlossen. Wer an Konsumenten in der EU verkauft, ist seit 28. Juni 2025 vom European Accessibility Act betroffen.
  • Die Grundlagen für die Schweiz (Sprachversionen, local.ch und search.ch, CHF, Impressum) haben sich nicht geändert. Sie stehen im Artikel Local SEO Schweiz.

01

Was 2026 in der Schweiz wirklich neu ist

Belegt neu sind die KI-Funktionen der Google-Suche in den Schweizer Landessprachen, aktuelle Zahlen des BFS zur KI-Nutzung, der Cookie-Leitfaden des EDÖB und Bewegung bei der digitalen Barrierefreiheit. Vieles, was in Trendartikeln über die Schweiz steht, etwa Wachstumszahlen zur Sprachsuche oder Vorteile einer .ch-Domain, ist dagegen nicht belegt.

Dieser Artikel behandelt nur, was seit 2025 dazugekommen ist. Die dauerhaften Schweizer Besonderheiten (Sprachregionen, hreflang mit de-CH, fr-CH und it-CH, local.ch und search.ch, Preise in CHF, revDSG und Impressum) stehen im Artikel Local SEO in der Schweiz. Die Änderungen, die den ganzen DACH-Raum betreffen, etwa bei Apple, ChatGPT oder im Google-Unternehmensprofil, beschreibt Lokale Suchmaschinenoptimierung 2026.

Belegte Neuerungen mit Bezug zur Schweiz
NeuerungSeitWas sie für Sie bedeutet
Cookie-Leitfaden des EDÖB22. Januar 2025, ergänzt 6. Oktober 2025Klare Vorgaben für Analyse, Werbe-Cookies und Banner
KI-Übersichten in der Schweiz auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch25. März 2025Antworten erscheinen über den Treffern, in der Sprache der Suche
European Accessibility Act der EU28. Juni 2025Betrifft Schweizer Firmen, die zum Beispiel online an Konsumenten in der EU verkaufen
KI-Modus auf Deutsch, Französisch und Italienisch8. Oktober 2025Längere Fragen mit Rückfragen, Google sucht dafür in mehreren Teilanfragen
BFS-Erhebung zur KI-NutzungVeröffentlicht 5. Dezember 2025Erstmals amtliche Zahlen, wie verbreitet generative KI in der Schweiz ist
Revision BehindertengleichstellungsgesetzBotschaft vom 20. Dezember 2024, noch im ParlamentKönnte private Dienstleister künftig zu Vorkehrungen verpflichten, auch online
Belegte Neuerungen mit Bezug zur Schweiz

02

Wie verbreitet KI-Suche in der Schweiz ist

Laut Bundesamt für Statistik haben im Frühling 2025 43 % der Bevölkerung zwischen 15 und 88 Jahren schon einmal generative KI genutzt, 3,2 Millionen Personen in den drei Monaten vor der Befragung. Die Nutzung hängt stark vom Alter ab. Rund die Hälfte der Bevölkerung nutzt solche Werkzeuge nicht.

Nutzung generativer KI in der Schweiz, Frühling 2025 (BFS)
GruppeAnteil, der generative KI nutzt
Bevölkerung 15 bis 88 Jahre (schon einmal genutzt)43 %
15 bis 24 Jahre79 %
25 bis 34 Jahre66 %
55 bis 64 Jahre28 %
Mit Hochschulabschluss63 %
Ohne nachobligatorische Ausbildung17 %
Nutzung generativer KI in der Schweiz, Frühling 2025 (BFS)

Von den Personen, die generative KI nutzen, greifen laut BFS 36 % täglich darauf zurück und 34 % mindestens einmal pro Woche. Ein Drittel der Bevölkerung sieht für sich keinen Nutzen in solchen Anwendungen. Die Erhebung fragt nach generativer KI allgemein, also nach Systemen, die Texte, Bilder oder Töne erstellen. Wie oft damit nach Betrieben in der Nähe gesucht wird, misst sie nicht.

03

KI-Übersichten und KI-Modus in den Landessprachen

Seit dem 25. März 2025 zeigt Google angemeldeten Nutzern ab 18 Jahren in der Schweiz KI-Übersichten auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Den KI-Modus führt Google seit dem 8. Oktober 2025 auf Deutsch, Französisch und Italienisch ein. Zusätzliche technische Anforderungen gibt es laut Google nicht.

In der Ankündigung vom März 2025 ist die Schweiz das einzige der neun Länder, für das Google drei Landessprachen plus Englisch nennt. Für Deutschland und Österreich waren es Deutsch und Englisch. Wer in Lausanne auf Französisch fragt, bekommt also eine französische Zusammenfassung, wer in Lugano auf Italienisch fragt, eine italienische.

Google beschreibt in seiner Dokumentation für Website-Betreiber, dass KI-Übersichten und KI-Modus eine Frage in mehrere verwandte Suchen zu Teilthemen zerlegen können, das sogenannte Fan-out. Voraussetzung, um als Quelle zu erscheinen, ist eine indexierte Seite, die für ein Snippet in Frage kommt. Spezielles Markup ist laut Google nicht nötig.

  1. Schritt 01

    Suchanfragen je Sprache ansehen

    In der Search Console nach Land Schweiz filtern und die Seiten je Sprachverzeichnis vergleichen, etwa /de/ und /fr/. Zugriffe aus KI-Übersichten und KI-Modus zählt Google dort unter dem Suchtyp „Web“ mit, getrennt ausweisen lassen sie sich nicht.

  2. Schritt 02

    Fragen pro Sprache beantworten

    Die Fragen, die Kunden in jeder Sprache stellen, auf der passenden Leistungsseite mit einem klaren ersten Satz beantworten, mit Preisrahmen in CHF und Bedingungen als Text.

  3. Schritt 03

    Stichproben machen

    Einmal im Monat dieselbe Frage auf Deutsch und Französisch (oder Italienisch) im KI-Modus stellen und notieren, ob und wie Ihr Betrieb genannt wird.

Mehr zu den einzelnen Funktionen in Google AI Overviews und Local SEO und Google AI Mode und Local SEO. Welche Begriffe Ihre Kunden in jeder Sprache verwenden, finden Sie mit der Methode aus Local SEO Keywords finden.

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05

Was das für Ihre Messung bedeutet

Wenn Besucher der Analyse widersprechen oder Sie datensparsam messen, sehen Sie in der Web-Analyse weniger, als tatsächlich passiert. Ergänzen Sie deshalb Quellen, die ohne Cookies auf Ihrer Website auskommen: die Leistungsdaten des Google-Unternehmensprofils, die Search Console und Ihren eigenen Anfrageeingang.

  • Leistungsdaten im Unternehmensprofil: Aufrufe, Suchbegriffe, Anrufe, Routen und Website-Klicks stammen von Google, nicht aus Cookies auf Ihrer Seite.
  • Google Search Console: Suchanfragen, Impressionen und Klicks aus der Google-Suche, filterbar nach Land und Seite.
  • Anfragen und Buchungen: Fragen Sie bei Anruf oder Formular kurz nach, wie der Kunde Sie gefunden hat. Das ist die einzige Zahl, die direkt mit Umsatz zu tun hat.
  • Markierter Profil-Link: Ein UTM-Parameter am Website-Link im Profil zeigt in der Analyse, was Besucher aus Google Maps tun, soweit sie der Messung nicht widersprochen haben.

Welche Kennzahlen sich für einen lokalen Betrieb eignen, beschreibt Local SEO Tracking und KPIs. Wie Sie Positionen in Google Maps über Ihr Einzugsgebiet messen, steht in Google-Maps-Ranking verbessern.

06

Barrierefreiheit: EU-Regeln gelten schon, Schweizer Regeln sind offen

Der European Accessibility Act gilt seit dem 28. Juni 2025 und betrifft auch Schweizer Unternehmen, die etwa im Online-Handel Konsumenten in der EU bedienen. Die Revision des Schweizer Behindertengleichstellungsgesetzes würde private Dienstleister einbeziehen. Sie ist im Parlament noch nicht beraten und nicht in Kraft.

Der Bundesrat hat die Botschaft zur Revision am 20. Dezember 2024 verabschiedet. Heute schützt das Gesetz bei privaten Anbietern nur gegen gezielte Diskriminierung. Neu sollen Arbeitgeber und Dienstleister verpflichtet werden, angemessene Vorkehrungen zu treffen, zum Beispiel durch einen besseren Zugang zu Online-Diensten. Laut Curia Vista liegt das Geschäft 25.020 in der Kommission des Nationalrats. Im April 2026 hat diese Kommission beschlossen, die Massnahmen in den Gegenvorschlag zur Inklusions-Initiative zu integrieren, und weitere Abklärungen verlangt.

Laut Handelsverband Schweiz trifft der European Accessibility Act Schweizer Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen in EU-Ländern anbieten, etwa im E-Commerce, bei Bankdienstleistungen und im Personenverkehr. Als technische Grundlage nennt der Verband die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2 auf Stufe AA. Ob und mit welchen Ausnahmen die Regeln für Ihren Betrieb gelten, klärt eine Fachperson.

Für Local SEO ist Barrierefreiheit auch ohne Pflicht nützlich: klare Überschriften, Bildbeschreibungen, ausreichende Kontraste und Formulare, die sich mit der Tastatur bedienen lassen, machen Seiten für Menschen und Maschinen lesbarer. Angaben wie einen rollstuhlgerechten Eingang tragen Sie zusätzlich als Merkmal im Profil ein, wie in Merkmale im Unternehmensprofil richtig nutzen beschrieben. Technische Grundlagen für mobile Seiten finden Sie in Core Web Vitals für Local SEO.

07

Was Sie über die Schweiz nicht glauben müssen

Viele Trendartikel zur Schweiz arbeiten mit Prozentzahlen ohne Quelle, etwa zum Wachstum der Sprachsuche, zu Vorteilen einer .ch-Domain oder zu Schweizer Hosting. Manche empfehlen sogar Dinge, die gegen Googles Richtlinien verstossen. Prüfen Sie jede Aussage darauf, ob Google, das BFS oder eine Behörde sie bestätigt.

Verbreitete Aussagen und was belegt ist
AussageWas belegt ist
„Eine .ch-Domain bringt einen festen Prozentsatz mehr Sichtbarkeit“Für solche Prozentwerte gibt es keine nachvollziehbare Quelle.
„Hosting in der Schweiz macht die Seite messbar schneller und ist ein Rankingfaktor“Eine belastbare Messung dazu ist nicht veröffentlicht. Messen Sie die Ladezeit Ihrer eigenen Seite.
„Jede Sprachregion braucht ein eigenes Google-Profil“Ein Standort hat ein Profil. Den Namen in mehreren Sprachen zu wiederholen, verbietet Google. Mehrsprachigkeit gehört auf die Website.
„Für KI-Antworten brauchen Sie Speakable- oder spezielles Markup“Google schreibt, dass für KI-Übersichten und KI-Modus keine speziellen schema.org-Daten nötig sind.
„Sprachsuche wächst in der Romandie um einen bestimmten Prozentsatz“Weder Google noch das BFS veröffentlichen solche Zahlen für die Schweiz.
Verbreitete Aussagen und was belegt ist

Die Regeln für Profilname und Standorte stehen in Google Unternehmensprofil optimieren, die für mehrere Standorte in Profile für mehrere Standorte. Wie sich die Lage in den Nachbarländern darstellt, zeigen Local SEO Trends Deutschland und Local SEO Trends Österreich.

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Was Schweizer KMU 2026 zuerst tun sollten

Zuerst sichern Sie die Grundlagen, aus denen Google und KI-Systeme schöpfen. Danach prüfen Sie, ob Ihre Sprachversionen die Fragen Ihrer Kunden beantworten, ob Ihr Cookie-Banner zum Leitfaden des EDÖB passt und wo Ihre Website Menschen mit Behinderungen ausschliesst. Zuletzt richten Sie eine Messung ein, die ohne Cookies auskommt.

  1. Schritt 01

    Grundlagen prüfen

    Google-Profil, local.ch, search.ch, Impressum und Website auf dieselben Firmendaten bringen. Anleitung: NAP-Konsistenz und Local SEO in der Schweiz.

  2. Schritt 02

    Sprachversionen an Fragen ausrichten

    Je Sprache die häufigsten Kundenfragen auf den Leistungsseiten beantworten. Nur Sprachen anbieten, in denen Sie auch antworten.

  3. Schritt 03

    Bewertungen in allen Sprachen beantworten

    In der Sprache antworten, in der die Bewertung geschrieben ist. Wie Sie fair zu mehr Bewertungen kommen, zeigt Google-Bewertungen bekommen.

  4. Schritt 04

    Cookie-Banner abgleichen

    Prüfen, ob Widerspruch so einfach ist wie Zustimmung und ob Drittdienste erst nach der Information starten. Bei Unsicherheit eine Fachperson beiziehen.

  5. Schritt 05

    Barrierefreiheit grob prüfen

    Kontraste, Bildbeschreibungen, Tastaturbedienung und Formulare testen. Wer an Konsumenten in der EU verkauft, sollte das zeitnah klären.

  6. Schritt 06

    Messung ergänzen

    Leistungsdaten im Profil, Search Console nach Land und Sprache und den eigenen Anfrageeingang monatlich vergleichen.

Ohne Budget lässt sich vieles davon selbst erledigen, wie Kostenloses SEO zeigt. Die Grundlagen für alle Länder stehen im Local SEO Leitfaden. Wie das in einer Schweizer Stadt aussieht, zeigen Local SEO Zürich und Local SEO Basel. Zum Abhaken eignet sich die Local-SEO-Audit-Checkliste.

Fragen

Häufige Fragen

Gibt es die KI-Übersichten von Google in der Schweiz auch auf Französisch und Italienisch?

Ja. Seit dem 25. März 2025 zeigt Google angemeldeten Nutzern ab 18 Jahren in der Schweiz KI-Übersichten auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Den KI-Modus gibt es seit dem 8. Oktober 2025 auf Deutsch, Französisch und Italienisch.

Wie viele Menschen in der Schweiz nutzen KI?

Laut Bundesamt für Statistik haben im Frühling 2025 43 % der Bevölkerung zwischen 15 und 88 Jahren generative KI schon einmal genutzt. Bei den 15- bis 24-Jährigen waren es 79 %, bei den 55- bis 64-Jährigen 28 %.

Brauche ich für Google Analytics in der Schweiz eine Einwilligung?

Nicht in jedem Fall. Nach dem Leitfaden des EDÖB müssen Sie über nicht notwendige Cookies informieren und Widerspruch ermöglichen. Eine ausdrückliche Einwilligung ist bei hohem Risiko oder besonders schützenswerten Daten nötig. Analyse zu Statistikzwecken kann gerechtfertigt sein, wenn die Daten umgehend anonymisiert werden. Lassen Sie Ihre Konfiguration von einer Fachperson prüfen.

Muss meine Website in der Schweiz barrierefrei sein?

Für private Anbieter gibt es in der Schweiz noch keine allgemeine Pflicht. Die Revision des Behindertengleichstellungsgesetzes würde das ändern, sie ist aber noch im Parlament. Wer an Konsumenten in der EU verkauft, kann seit dem 28. Juni 2025 unter den European Accessibility Act fallen.

Brauche ich für jede Sprachregion ein eigenes Google-Profil?

Nein. Ein Standort hat ein Profil mit einem Namen in einer Fassung. Mehrsprachigkeit bilden Sie über Sprachversionen der Website und Antworten auf Bewertungen in der jeweiligen Sprache ab.

Was ist der Unterschied zum Artikel Local SEO Schweiz?

Der Artikel Local SEO Schweiz erklärt die dauerhaften Grundlagen: Sprachregionen, hreflang, local.ch und search.ch, Preise in CHF, Datenschutz und Impressum. Dieser Artikel behandelt nur, was seit 2025 neu dazugekommen ist.